Verunsicherte Eltern bangen um die Zukunft des Schulhauses Tschudiwies
Viele Eltern befürchten einen Qualitätsverlust für das Quartier durch den sukzessiven Abbau der im Schulhaus Tschudiwies geführten Klassen. Deshalb setzen sie sich für den Erhalt des Schulhauses und für ein lebendiges Quartier Tschudiwies ein. Deren Anliegen werden vom Quartierverein unterstützt.

2008 wurde eine Kindergartengruppe an der Schlosserstrasse aufgehoben. Dann schloss der Kindergarten Oberstrasse. Seit 2010 wird im Schulhaus Tschudiwies keine erste Klasse mehr geführt. Nun fragen sich betroffene Familien, was im neuen Schuljahr auf sie zukommt und wie lange sie überhaupt noch ein Schulhaus in ihrem Quartier haben werden. Schon heute werden Kinder aus der gleichen Strasse oder gar aus der gleichen Familie auf verschiedene Kindergärten und Schulhäuser aufgeteilt. Diese Kinder verlieren ihre Kontakte zu anderen Kindern aus dem Quartier und der Schulweg der Erstklässler führt nun am nahen Schulhaus Tschudiwies vorbei über die stark befahrene Ober- und Geltenwilenstrasse zum Schulhaus St.Leonhard.

Seit Dezember diskutieren betroffene Eltern im Rahmen von Treffs Fragen rund um die Schulwegsicherheit, den sozialen Zusammenhalt und die Sicherheit im Quartier, das Freizeitangebot für Kinder sowie die Gründung eines Elternrates. Eltern und Quartierverein haben erste Gespräche mit den zuständigen Ansprechpartnern der Stadt geführt.

An der gut besuchten Informationsveranstaltung vom 17. Februar nahmen Vertreter des Schulamtes und der Schulleitung St.Leonhard die Ängste und Befürchtungen der Eltern zur Kenntnis und beantworteten deren Fragen. Nach dem Leiter des städtischen Schulamtes besteht keine Absicht, das Schulhaus Tschudiwies „auszuhungern“. Sinkende Kinderzahlen führten jedoch dazu, dass Kinder nicht immer dem nächstgelegenen Schulhaus oder Kindergarten zugeteilt werden könnten. Zunächst sollen Massnahmen geprüft werden, um den gefährlichen Schulweg über die Oberstrasse und Geltenwilenstrasse  zu entschärfen. Auch sicherte er zu, dass Geschwister in Zukunft nicht mehr auf verschiedene Schulhäuser „auseinanderdividiert“ werden sollen.  Zudem werde geprüft, ob im nächsten Schuljahr durch das Zusammenlegen von erster und zweiter Klasse eine altersdurchmischte Doppelklasse im Schulhaus Tschudiwies geführt werden könne. Der Quartierverein würde das sehr begrüssen.

Heinz Klaus

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